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Bei Störungen und Schmerzen des Bewegungsapparates zeigt die Osteopathie sehr gute Behandlungserfolge, da sie den Patienten in seinem subjektiven Befinden ernst nimmt und sich nicht nur auf Befunde oder bildgebende Verfahren (Röntgen, CT,MR etc.) stützt. Außerdem beschränkt sie sich nicht nur auf die Befundung knöcherner Strukturen, Weichteile oder Gelenke, sondern versucht Zusammenhänge zu betrachten und schließt Störungen innerer Organe mit ein.
Die Osteophatie verstehen wir als manuelle diagnostische und therapeutische Annäherung an eineDysfunktion der Gelenk- und Gewebemobilität, die im Zusammenhag mit dem Auftreten von Krankheiten steht.In der Osteopathie bedient sich der Therapeut zur Diagnose und Behandlung seiner Hände.Im Gegensatz zu anderen manuellen Techniken basiert die Osteopathie auf einem Konzept,welches das Individuum in seiner Ganzheit respektiert.
Zur Erfassung des Ganzen ist es für den Osteopathen wichtig, exakte Kenntnisse über die Anatomie, Physiologie und Biomechanik zu besitzen. Nur so kann er Zusammenhänge und Details erkennen, die zu Erkrankung oder Schmerzsymptomatik geführt haben. In der Behandlung selbst versucht der Therapeut, die Integrität und Ordnung des Körpers wieder herzustellen und dessen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Die spontane Befreiung einer Dysfunktion steht stets im Rahmen des Behandlungskonzeptes.
Zu diesem Zweck steht dem Osteopathen eine Vielzahl von manuellen Techniken zur Verfügung, die in drei Hauptgruppen eingeteilt werden können:
1.strukturelle Osteopathie :
Hier ist der Osteopath bemüht, eine differenzierte Diagnose über funktionelle und strukturelle Störungen des Bewegungsapparates (wie etwa Bewegungseinschränkungen der Gelenke und Wirbelsäule, Spannungen und Verkürzungen in der Muskulatur, Verquellungen des Bindegewebes,Festigkeit der Bandstrukturen) zu erlangen und deren Auswirkungen auf den restlichen Körper (Organe, andere Gelenke...) zu erkennen. Mittels sanfter, aber sehr präziser manueller Techniken, wie Manipulationen ("Einrenken" von blockierten Wirbelsäulensegmenten) oderWeichteiltechniken werden körpereigene Regulationsmechanismen in Gang gesetzt, um so die Selbstordnung des Körpers wiederherzustellen.
2.viscerale Osteopathie :
Durch die Atemtätigkeit des Zwerchfells kommt es zu einer ständigen Bewegung der Organe. Aufgrund von Narbenbildungen durch abgelaufene Entzündungen oder Operationen kann es auch zu Bewegungseinschränkungen kommen, die laut Osteopathie auch Auswirkungen auf die Funktion der einzelnen Organe haben können. Durch direkte, aber sanfte Techniken versucht der Osteopath, die Eigenbeweglichkeit und das Zusammenspiel der einzelnen Organe wiederherzustellen.
3.Craniosacrale Osteopathie :
Der Schädel des Menschen besteht bei seiner Geburt aus mehreren Knochen. Im weiteren Verlauf der Jahre verknöchern diese Segmente im Bereich der Schädelnähte. Die Osteopathie geht davon aus,dass zwischen den einzelnen, nun verbundenen Teilen des Schädels rhythmische Bewegungen spürbar sind.Diese wellenartigen Bewegung breiten sich im ganzen Körper aus und ist vor allem im Kreuzbein Sacrum - daher der Name Cranio-Sacrale Osteopathie) spürbar. Ist nun eine Struktur, wie z.B. eine Schädelnaht durch einen Sturz blockiert, kommt es zu einer Behinderung des gesamten Systems und in weiterer Folge zu Störungen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder anderen funktionellen Erkrankungen. Bei der Behandlung versucht der Osteopath, diesen Rhythmus über seine Hände wahrzunehmen und Bereiche der Bewegungseinschränkungen zu erfassen. An diesen Stellen folgt der Therapeut der Bewegung, bis eine spürbare Entspannung eintritt und ein "normaler" Rhythmus wieder erkennbar ist
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